Mos maiorum: EU-weite Jagd auf Flüchtlinge

Während in Mecklenburg-Vorpommern erneut Brandanschläge auf Flüchtlingsheime verübt werden…
…während die Diskussion über Mißhandlungen von Flüchtlingen durch „Securitys“ noch läuft…
…für die 300 Flüchtlinge aus Lampedusa in Hamburg immer noch keine Lösung gefunden wurde…

…findet europaweit eine staatliche Jagd auf Menschen statt, die sich ohne gültige Papiere innerhalb der EU aufhalten.
„Erkenntnisse zur unerlaubten Migration zur Erstellung eines europaweiten Lagebildes verdichten“ nennt das die Bundesregierung, die Aktion trägt den vielsagenden Namen „mos maiorum“ (Sitte der Vorfahren).
Anstatt sich endlich darüber zu verständigen, wie man Flüchtlinge hierzulande menschenwürdig unterbringt, schickt man die Bundespolizei, die sich unter anderem an deutschen Bahnhöfen postiert und alle, die nicht „deutsch“ genug aussehen, „überprüft“. Racial Profiling nennt sich sowas und ist hierzulande verboten.
Wer nicht „deutsch“ genug aussieht, sollte in diesen Tagen öffentliche Orte wie Bahnhöfe meiden, will er nicht in entwürdigende Kontrollen geraten.
Antirassistische Gruppen haben deshalb eine Reisewarnung herausgegeben:

„Vom 13.-26.10. findet in der gesamten EU eine Polizeioperation unter dem Namen /”mos maiorum”/ statt. In diesen zwei Wochen werden etwa 18.000 Polizisten in enger Zusammenarbeit mit FRONTEX auf Jagd nach Menschen ohne Aufenthaltsstatus gehen. Sie wollen unsere Migrationswege herausfinden und möglichst viele von uns festnehmen.
Warnt bitte alle Menschen ohne Papiere! Vor allem in Zügen, auf Bahnhöfen, an Flughäfen, auf Autobahnen und an innereuropäischen Grenzen sind vermehrt Kontrollen zu erwarten.“

Überleben in Altona wünscht hiermit Frontex, Bundespolizei und all den andere Abschiebebehörden die Pest an den Hals!

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