Lookismus gegen Rechts

Wer sich ab und zu mit Kommentarspalten von Zeitungen wie der Mopo oder auf Facebook befasst, wird des öfteren mit Internethelden bekanntschaft gemacht haben, die aus der Anonymität heraus ihrem Rassismus, Antisemitismus oder einfach nur stumpfen Gewaltphantasien gegen „Minderheiten“ freien Lauf lassen.

In Hamburg wurde dies vor allem bei Themen wie dem angeblichen Angriff auf die Davidwache oder den Protesten der Gruppe Lampedusa in Hamburg deutlich.
So schrieb ein User bei auf der Facebookseite „Solidarität mit den Beamten der Davidwache“:

“Ich bin kein Nazi und auch kein Sym­pa­thi­sant der Glat­zen. Mir sind 1000 Glat­zen je­den­falls zig­mal lie­ber als 100 ver­mumm­te Links­ver­bre­cher“

Nebenbei sei Erwähnt, dass diese Kommentare keinesfalls die „extremsten“ ihrer Art waren. Die Administratoren von „Solidarität mit den Beamten der Davidwache“ mussten die Vertreter des „gesunden Volksempfindens“ mehrmals Auffordern:

Keine Beleidigungen, keine verbale Gewalt. Die Administratoren tolerieren viele MEINUNGEN, aber keine verbale Gewalt.

Seit den ersten Tagen dieser Seite findet man selbige Aufforderung in der Kurzinfo.
Vor der jünsten Lampedusa-Demo am letzten Samstag befand ein Kommentator Namens Santa Püppi in der Kommentarspalte der Mopo:

Ich hab’s! Wir bieten denen jetzt sofort ARBEIT an…Stadtteil aufräumen, Strasse kehren…dann sind die doch sofort weg…

Die eigens angestellten Moderatoren bei mopo.de fanden an diesem Kommentar nichts verwerfliches und schalteten ihn frei.
Der Anteil der Kommentare, die selbst einem Moderator bei mopo.de zu heftig sind, dürfte vermutlich trotzdem einen großen Anteil haben.

Lookismus gegen Rechts“ holt die Internethelden jetzt zumindest ein Stück weit aus der Anonymität.
Dort wird ein entsprechender Kommentar bei Facebook samt Foto des Betreffenden veröffentlicht.
Neben der nicht gerade neuen Erkenntnis, dass „Extremismus der Mitte“ sich oftmals nicht von den Ansichten stumpfer Naziglatzen unterscheidet, ermöglicht „Lookismus gegen Rechts“ mehr oder weniger schockierende Einblicke in die geistigen Abgründe so mancher „Biedermänner von nebenan“, wie folgender Screenshot eindrucksvoll bestätigt:

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1 Antwort auf „Lookismus gegen Rechts“


  1. 1 Tobias Claren 17. März 2014 um 18:17 Uhr

    „Ob das juristisch einwandfrei sei, was er da mache, wisse er gar nicht.“

    DAS wäre für mich am wenigsten wichtig.
    Nur eins kann ich ihm schon mal „sagen“, die Fotos sind da problematischer als die Klarnamen!
    Und damit meine ich nicht den anprangernden Effekt, sondern das „Recht am eigenen Bild“.
    Wohingegen die Nennung des Klarnamens überhauot kein Problem darstellt.

    Mein Wunsch: Lasst die Verfremdungen der Namen weg!
    Was soll das?
    Na zum Glück, lassen sich viele Einträge noch im Original finden.
    Und bei diesem „Wolfgang“ der mit dem Mobiltelefon am Ohr im Anzug grinst, reichte es aus, das Foto auf der Lookismus-gegen-Rechts-Seite in die Google-Bildersuche zu ziehen, und schon wusste ich dass der Herr Kugler der Inhaber des Donaustadtverlag in Basel ist…

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