Archiv für November 2013

„Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern…“ (Konrad Adenauer)

„Die SPD lehnt grundsätzlich die Auffassung ab, dass die Herkunft, sei sie kultureller, familiärer oder ethnischer Art, das Leben der Menschen begrenzen darf. Es gehört zu unserem Grundanliegen, dass sich Menschen von den Fesseln der Herkunft befreien können. Das ist eine der ganz alten, humanistischen Traditionen der deutschen Sozialdemokratie.“
Olaf Scholz im Jahre 2010 in einem Interview der Süddeutschen Zeitung zum „versuchten“ Rauswurf Thilo Sarrazins aus der SPD.

Olaf Scholz im Oktober 2013, angesichts von 15000 Demonstranten: „Es wird keine Zukunft für die Männer (aus Lampedusa) in Hamburg geben“

Passend dazu:

Der Hamburger Senat wollte heute eine Hamburger Schulklasse für ihr „soziales Engagement“ auszeichnen.
Im Dezember 2012 wollte die Ausländerbehörde ganz im Rahmen von Recht und Gesetz, wie es ja auch immer in Zusammenhang mit den Flüchtlingen aus Lampedusa betont wird, Familie Cruz aus Honduras abschieben.
Fabiola Cruzs Schulklasse kämpfte fortan mit Unterschriftenlisten und Demos gegen die drohende Abschiebung, letztendlich erfolgreich.
Der Senat, verantwortlich für das Handeln der Ausländerbehörde, wollte die Schulklasse nun für ihr „soziales Engagement“ auszeichnen.
Aufgrund des miesen Umgangs mit der Familie, aber auch angesichts der Flüchtlingspolitik Hamburgs, eine an Widersprüchlichkeit kaum zu überbietende Geschichte.
Ein Teil der Schulklasse blieb aufgrund dessen der Ehrung fern und hielt zusammen mit anderen Aktivisten zur gleichen Zeit eine Mahnwache vor dem Hambuerger Rathaus ab.
Damit sollte den Toten vor Lampedusa gedacht, gegen die Ehrung protestiert und Solidarität mit der Gruppe Lampedusa in Hamburg ausgedrückt werden.

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