„Die Bibel ist ein Märchenbuch!“

So steht es geschrieben in der St. Pauli Hafenstraße zu Hamburg.
Seit dem 1. Mai wird Hamburg von hunderttausend „Pilgern“ heimgesucht. Anlass ist der Kirchentag, der dieses Jahr leider in Hamburg stattfindet.
Der Supergau(ck) war auch schon da und verkündete vor tausenden Menschen:
Manche Menschen machten sich die Frage danach, ob ein Kind geboren werden solle oder nicht, „einen Tick zu leicht“. „Wir(!) haben abgetrieben, wenn es überhaupt keinen Grund gab abzutreiben“.
Wie war das nochmal mit dem „einen Tick zu leicht“ machen?
Die Organisatoren des Kirchentages, der leider doch erheblich länger dauert, als nur einen Tag, haben sich für „das Rumgebete“ (O-TON von Passanten angesichts einiger „Pilger“ in Altona am 1. Mai) das Motto „Soviel du brauchst“ ausgedacht, womit man sich in die aktuelle Debatte um „soziale Gerechtigkeit“ einschalten will.
Dabei ist es doch gerade die Kirche, die sich für den sogenannten „3. Weg“ entschieden hat, wenn es beispielsweise darum geht, Tarife mit den Mitarbeitern auszuhandeln. Kirchenangestellte dürfen bei Lohnverhandlungen nämlich nicht streiken, denn „Arbeitskampfmaßnahmen widersprächen dem kirchlichen Verständnis von friedlicher Konfliktlösung“. Wer bei der Kirche angestellt ist und das Motto „Soviel du brauchst“ in seinem Sinne interpretiert, bekommt dann „Argumente“ wie dieses zu hören: „Die Erfüllung des Auftrages unseres Herrn ist nicht bestreikbar“ (Caritas-Präsident Peter Neher im Deutschlandradio)
Massenverblödung und Kirche waren eben schon immer ein gutes Team…

Überleben in Altona macht es sich jetzt auch mal gaaaanz einfach und lässt die Hamburger Punklegende „Emils“ zu Wort kommen, ganz im Sinne von
Was ist platt und plump? Deutschpunk!:


Emils – Kirche Nein!

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2 Antworten auf „„Die Bibel ist ein Märchenbuch!““


  1. 1 Martin 14. Juni 2013 um 17:23 Uhr

    Mojens,
    nöö, die Bibel ist kein Märchenbuch.
    Sie ist die Androhung körperlicher Gewalt nach dem Tode, wenn man nicht „spurt“.
    Daneben ist sie eine Anhäufung von unsinnigen „Ereignissen“, die so nur dem Aberglauben entspringen können.
    Mir sind Märchen lieber. Sie sind nicht ganz so brutal und haben einen realen Kern.
    Bei der Disskussion zur Bibel kann man viele Abende zubringen, allerdings mit Vertretern der Kirche eher im Zwist.
    Ich wäre dennoch dabei.
    Gruß
    Martin

  2. 2 David 01. September 2014 um 22:04 Uhr

    Moin Moin,
    als Christ der eigentlich jeden Tag durch die ach so aufgeklärten Medien verkauft bekommt, die Kirche baue ja nur Mist, Christen seien alles geistig verwirrte Spinner und Gott schlicht unnötig, wundert es mich nicht, dass viele Menschen die ansonsten ja leider keinen Zugang zum christlichen Glauben haben das unterschreiben.
    Schade, schade, schade! Es wird mit Stammtischparolen und Halbwahrheiten um sich geworfen, mit vermeintlichen wissenschaftlichen Belegen – und bei allem außer Acht gelassen, dass es auch viele wissenschaftliche Belege und gute Argumente dafür gibt!
    Leider hat kein einziger mit dem ich über christlichen Glauben diskutiert habe die Bibel selbst gelesen – und die ist ja nunmal die einzige Grundlage für christlichen Glauben – nicht die verschiedenen Kirchen mit ihren unterschiedlichen möglichen Auslegungen.
    Tatsache ist nach meiner Erfahrung, dass die Menschen mit denen ich da oft diskutiert habe, sich für sehr aufgeklärt halten – aber im Grunde so gut wie keine Aufklärung im Glauben haben – und somit eben leider nur über diese Stammtischparolen verfügen.
    Schade! Nicht für mich, denn ich habe meinen Glauben und bin froh darüber und weiß, dass ich meinen Glauben niemandem aufzwingen kann. Schade für diejenigen die meinen, dass nach diesen paar Jahren auf der Erde wirklich alles vorbei sei – und außer acht lassen,
    dass die Bibel eben auch recht haben könnte!
    Alles Beste!

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