Archiv für Februar 2012

„Spray Paint the Walls“…

… sangen einst Black Flag. Wie Ihr den Fotos entnehmen könnt, haben dies auch einige Leute in Altona getan und einige Wände verschönert. Inhaltlich geht’s um den fucking Naziaufmarsch am 2. Juni in Hamburg. Mal gucken, ob Hamburg Dresden kann. 2008 ging es ja schon sehr heiß her. Wie dem auch sei: Es war ziemlich schwierig, die Dinger mit dem Fotoapparat festzuhalten, denn der vorhandene Platz wurde zumindest in einem Fall gut genutzt und sich offensichtlich ordentlich ausgetobt. Übrigens sorgen solche Sachen durchaus für gute Laune an einem grauen Samstagnachmittag. Und jetzt hab´ ich so gute Laune, dass ich gleich mal die, eventuell bald obligatorische, Samstags-Preisfrage stelle:

Was verbindet man mit dem 2. Juni?

Die Antwort könnt ihr einfach in die Kommentarfunktion am Ende des Beitrags schreiben. Gewonnen hat der- oder diejenige, der/die als erstes die richtige Antwort schreibt. Der Gewinner erhält übrigens einen Einkaufswagen von IKEA-Altona! Also, sowie der Kackladen fertig ist, natürlich! Das dürfte so ungefähr 2013 sein, sofern nix dazwischen kommt…
Nun aber zu den Fotos:

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„Geh doch zu Hause…

…du alte Scheiße!“

Als erklärter Feind von Ballermann-Sexisten-Mucke kommt es nicht oft vor, dass man einen von Micky Krauses Songtiteln zitiert. Aber das war einer meiner ersten Gedanken, als ich am Wochenende mitbekam, dass „Bezirksamts-Sheriff“ Markus Schreiber seinen nichtvorhandenen Hut nehmen muss. Allerdings ist er nicht bereits über Schweinereien, wie die versuchte Vertreibung von Obdachlosen im letzten Jahr, gestolpert, sondern über den Methadon-Tod eines Mädchens in Hamburg-Wilhelmsburg. Dieser traurige Fall zeigt einmal mehr, wo Schreiber über die Jahre seine Prioritäten gesetzt hat: Statt einen genauen Blick auf das in seinem Verantwortungsbereich liegende Jugendamt zu haben, war ihm ein „sauberer“ Kiez , eine Brücke ohne Obdachlose und die Vertreibung von Bauwagenplätzen aus „seinem“ Bezirk offensichtlich wichtiger.
Auch wenn Schreiber nun öffentlich heuchelt: „Der Tod von Chantal belastet mich so sehr, dass ich nicht länger im Amt bleiben kann“, so ist doch längst klar, dass Schreiber alles andere als Bereit war, freiwillig sein Amt ruhen zu lassen. Es brauchte dann doch noch ein Gespräch mit Bürgermeister Scholz, in dem selbiger Schreiber drängte, seinen Posten zu räumen.
Erfahrungsgemäß wird sich durch Schreibers Abgang natürlich nicht viel ändern, außer der Tatsache, dass die fortschrittlich eingestellten Menschen dieser Stadt ein Feindbild weniger haben. Aber auch das ist alles andere als sicher: Die Stadt an der Waterkant ist schließlich voll von Pfeffersäcken

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